Eine Reise - Ulm - Schottland - und zurück
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19
Juni
Wir haben eine neue Site
Da der Stiel des Tagebuchs für eine gewisse Aktualität bei der Reise sorgt, aber zum Nachlesen sehr umständlich ist, wurde eine neue Site kreiert.

Näheres siehe hier
https://ds.hiermeier-ulm.de/~rhiermei/scot

 
 
18
April
Wir sind schon wieder im alten Trott
Es ist schon wieder der normale Trott eingetreten.
Wir sind beim Arbeiten und im Freizeitleben wieder beim gewohnten Ablauf.

Was noch geblieben ist, wir sind dabei die Reise multimedial aufzubereiten.

Die Bilder und Filme werden zur Zeit gesichtet und geschnitten.
Es werden die Tagestouren auf Landkarte gezeichnet und in der Planung ist eine neue Website.

Alles braucht furchtbar viel Zeit, aber so nach und nach wird es schon werden.

Wenn die neue Website im entstehen ist, wird sich hier ein Link befinden, der den Zugriff ermöglicht.

Nochmal danke an alle, die uns emotional und mit Kommentaren auf unserer Reise begleitet hatten.

Es war super und wir würden es sofort wieder machen

 
 
29
März
Tag 12 - Donnerstag - es geht nach Hause
Stimmungsbild
Ha, Stress, Adrenalin, Panik auf der ganzen Linie, Ohgottogottogott, was mach ma jetzt bloss?

Aber der Reihe nach. Wie ja gestern bereits umrissen lief zunächst alles nach Plan. Nochmal zur Erinnerung:

06:00 Uhr aufstehen, kurzes Frühstück, nur Toast, weil die Küche erst um halb acht angeheizt wird. Also KEIN Bacon, KEINE Würschtle, KEINE Eier (boiled, scrambled oder wie auch immer), KEIN Plumpudding und so weiter.

06:45 Uhr Abfahrt Richtung Alamo (Autoverleih). Kurz vor dem Ziel zweimal falsch abgebogen trotz zweier Assistenzsysteme: Navi- Blödel und Reiner. Dennoch nur 5 Minuten verloren und

07:50 Alamo erreicht. Auto abgegeben, Transitbus genommen,

08:05 Abflughalle erreicht. Festgestellt, das der Flug erst 10:45 geht. Kaffee gekauft.

Festgestellt, dass auch am Flughafen ein Internetzugang besteht und das Tagebuch aktualisiert.

Die Kontrollen wurden diesmal ohne Probleme durchlaufen.
Gewicht (vom Koffer) Wulf 20kg / Reiner 24,5kg. Reiner hatte gerade noch Glück mit dem Gepäck. (uff)
Unsere Pfunde (die Englischen) konnten wir auch noch abgeben und etwas Mitbringsel kaufen.

10:25 der Flug geht um 10:45 nun ist boarding.

wir sind angekommen. Mehr demnächst als Nachschau.
Ich bin müde. :-)

 
 
28
März
Tag 11 - Mittwoch - Edinburgh
Was für ein Tag!!
Nebel, man stelle sich vor: NEBEL
Eine unruhige, weil laute Nacht in einem viertklassigen Hotel zu vollkommen überzogenen Preisen, kein frisch gezapftes Guinness (Mann, das wird mir so wie so fehlen), und dann auch noch Nebel.

Aber mal ganz ernsthaft: das günstigste B&B, das wir hatten, war um Klassen besser als dieses Hotel. Aber Schwamm drüber.

Reiner ist die ganze Strecke bis Edinburgh gefahren, obwohl er schon ab der Hälfte der Strecke dringend mal raus musste, aber konsequent an jeder Bar, jedem Pub usw. vorbeigefahren ist. Aber es ist alles gut gegangen.

Wir sind gleich zum Airport gefahren, um uns zu erkundigen, wann spätestens wir da sein müssen. Bei der Gelegenheit haben wir uns bei der Touristinfo nach B&B erkundigt und wieder mal eine Lektion in schottischer Freundlichkeit erhalten. Die junge Frau hat uns zwei Zimmer besorgt, dafür eine Viertelstunde telefoniert, nachdem sie uns erklärt hatte, das dies 3₤ kostet und der Vermieter ausserdem noch 5₤ zahlen muss. Als alles klar war, zog sie sich dann auf den Standpunkt zurück, das wir dort hin fahren und selbst buchen sollen, das wäre billiger für alle Beteiligten.

Gesagt, getan, hingefahren, Zimmer angekuckt, begeistert gewesen, Bilder gemacht, Koffer reingestellt und in die Innenstadt von Edinburgh gefahren. Gibt ja viele Leute, die von der Stadt schwärmen, ich hab's nicht so mit Städten im Urlaub. Also haben wir uns "The Scotch Whisky Centre" angeschaut, direkt unterhalb von Edinburgh Castle, so ne Art Whisky- Disneyland für Arme. Gut, der Shop ist gut gefüllt und wer sich zum ersten Mal über die Herstellung und Geschichte des schottischen Whisky's informieren will, bekommt schon was mit, aber im Grossen und Ganzen war jede Destillenführung, und wir hatten einige in den letzten Tagen, Informativer.

Auf dem Heimweg zum B&B wollten wir dann gleich noch tanken und gerieten prompt in eine Situation, die doch sehr an zu Hause erinnerte: Verkehrsstau. Eine dreiviertel Stunde für 2,3 km, wie uns unser Verkehrsdepp akribisch vorrechnete, immer unterlegt mit der Anzeige: 2,15 Min. für die Restfahrzeit.

Nun denn, Planung für Morgen ist schon fast klar: Gegen 6 aufstehen, Katzenwäsche, Kaffee runterstürzen, Koffer in's Auto packen, zum Flughafen düsen, Auto abgeben, mit dem Shuttle zum einchecken fahren, kontrolliert werden, Flug verpassen, Paules Rat befolgen und noch ein paar Tage dranhängen.

Ach ja, ehe ich es vergesse.
Auch hier reichte die Frage nach einer Internetanbindung aus, um sofort das Equipment der Rezeption in Beschlag nehmen zu duerfen. Security ? – hat’s hier nicht.

Ja, also dann, bis die Tage, macht's gut, sorry, tschüüs!

 
 
27
März
Tag 10 - Dienstag - wir verlassen die Insel
Ganz kurz noch mal einen herzlichen Dank für die Glückwünsche und auch an Armin für seine Tipps.
(Reiner)

Unser letztes Frühstück auf Islay, wenn wir die Fähre pünktlich erreichen.
Unsere Vermieter haben gestern noch für uns einen Platz gebucht und uns ermahnt, wirklich rechtzeitig (mindestens um 14:00 Uhr) an der Fähre zu sein, da im Moment ein großer Andrang herrscht.

Unser restlicher Plan für heute:
Die Destillerien Ardbeg, Lagavulin und Laphroaig

15:30 Uhr mit der Fähre zur großen Insel und übernachten in Lochgilphaed.
Am Mittwoch ist dann schon Rückreisetag nach Edinburgh.
Donnerstag Abflug um 09:45 und Ankunft in Deutschland um 16:45 Uhr (wir fliegen wieder eine Stunde vorwärts, halt nach Osten).

Inzwischen (12:30 Uhr) sind wir in Ardbeg Distillery.
Hinter uns haben wir eine Führung mit einem kompetenten, reiferen, vollkommen unverständlich daher redenden, netten Menschen namens Jack in der Laphroaig Distillery.
Die Führung dauerte fast eineinhalb Stunden und anschliessend wurden noch fünf Menschen unterschiedlichster Herkunft als Freunde der Destille mit Urkunde und Mini- Flasche geehrt und fotografiert (nein, wir nicht) und dann gab's Whisky (wie überraschend) und unmittelbar im Anschluss daran sind wir vier km weiter gefahren und sind jetzt da, wo wir jetzt sind (s.o.).

Ganz vorher waren wir noch im Büro der Fährgesellschaft "Caledonian MacBrayne", um unsere Überfahrt zu buchen, die ja ursprünglich schon für gestern vorgesehen war, die aber der strikten Weigerung der Schotten, für uns am Wochenende zu brennen, zum Opfer fiel. Wir stehen daher jetzt an 5. Stelle derer, die darauf hoffen müssen, dass einer oder mehrere nicht mit fahren wollen. Wir werden sehen.

Die beiden Destillerien heute gehören zu denen, die dem stark getorften Malz mehr als nur zugeneigt sind; die Getränke sind wirklich "very peaty".

Obwohl heute keine Führungen mehr stattfinden, wurden wir wortreich genötigt, 4 Ardbeg Whisky's zu verkosten. Der hier gehört mit Sicherheit zu denen, an denen sich die Geister scheiden. . . entweder man mag ihn oder nicht, oder man mag ihn nur dann, wenn ein ungeliebter Besuch nachdrücklich nach einem Verdauungsschnaps verlangt. In dem Fall kommt er allerdings gut.
Wie auch immer, wir nehmen gerade feste Nahrung zu uns, weisse Bohnen in Tomatensauce und Kartoffeln, alles zusammen mit Cheddar überbacken, eigentlich ganz lecker.
Ach ja, ehe wir es vergessen, das Wetter ist wieder mal phantastisch. Keine Wolke am Himmel, warm und es weht (wir sind am Meer) ein leichter Wind.

Die Lagavulin Destillery mussten wir auslassen, da entweder eine Tour durch die Destille oder die Rückfahrt zur Hauptinsel zur Auswahl stand.
Wir entschieden uns zähneknirschend für die Rückfahrt. Das heisst natürlich, dass hier auf Islay immer noch eine Destille darauf wartet, von uns erkundet zu werden. Damit können wir uns aber etwas Zeit lassen. Nächstes Jahr füllt eine ganz neue Destillerie (Name folgt, hamma grade nicht präsent), ihren ersten Whisky ab und dann rentiert sich ein Besuch auch wieder.

12:45 Uhr
Wir sind gerade in einem Laden Namens Cyberchafe (danke Armin fuer den Tip) und warten hier bis 14:30Uhr. Dann entscheidet sich, ob wir einen Platz auf der Faehre bekommen. Noch sind wir nur auf der Warteliste.
Aber ich kann somit life unser Tagebuch aktualisieren.

15:35 Uhr, wir sind an Bord.
Die Spannung stieg bis kurz vor dem Ablegen von Minute zu Minute an. Wir warteten und beobachteten die Fahrzeuge, die vom Schiff rollten und die Fahrzeuge die auf das Schiff durften. Das Wetter, zwar immer noch herrlich, aber lang nicht mehr so wichtig wie vorher.
Zum Glück erschienen einige Fahrzeuge doch nicht und wir konnten einen der so freiwerdenden Plätze erreichen. Ab Schluss waren wir auf Warteposition 3 und 4 Fahrzeuge konnten noch mit.
Erleichterung pur.

Poesie: Das Meer ist immer noch recht blau, gefangen ist der Kabeljau.
Und aus des rohen Fisches Bällen, entstehen jetzt Fischfrikadellen.

Ich geb's ja zu, "Schiller"nd ist es nicht, aber es kommt aus der Seele. Ausserdem alles nur geklaut.

In ca. zwei Stunden werden wir dann nach Lochgilphaed fahren und dort ein Quartier suchen.
Mehr dann von diesem Ort.


19:00 Uhr.
Es hat doch nicht so gut funktioniert wie geplant.
Alle Zimmer belegt. Was bleibt, - in ein Hotel. Etwas teurer als an sich eingeplant, aber was bleibt sonst uebrig. . . .

Ach ja, "zum Spielen fuer Kinder" hat es hier einen MiniLapTop mit Internetanbindung. - Ich darf spielen und ihr duerft lesen. . .

Nun denn, wir versuchen das Beste daraus zu machen und trinken erst mal ein Bier.
Zumindest ein Bett und ein Fruehstueck ist gesichert.

Mal schauen, was wir morgen Abend finden warden.

 
 
26
März
Tag 9 - Montag - die Destillenreise geht weiter
Nach dem für England obligatorischen, den Magen absolut füllenden Frühstück, hatten wir das Glück, dass die erste Führung schon um 10:00 Uhr begann.

Bei strahlendem Sonnenschein (alle Wolken sind anscheinend in good old Germany) machten wir uns auf zur:

Bowmore Destillery
Dort erlebten wir wieder eine sehr freundliche Führung mit weiteren neuen Informationen. Wir konnten zum Beispiel einen Blick in den Torfofen werfen und sahen die Trockenböden für das Malz in realem Betrieb.
Beim anschließenden Tasting zeigte sich die schottische Führerin gar nicht schottisch sparsam und beglückte uns mit 3 gut eingeschenkten Proben.
Der Geschmack war wirklich als dezent torfig zu bezeichnen und hatte je nach Probeglas teilweise einen bissigen Abgang.

Dann schnell nach Hause, das Auto in Gang setzend, bewegten wir uns nach Port Askaig.
Hier stellten wir fest, dass tatsächlich kein Fährbetrieb zur Hauptinsel statt findet und wir morgen in Port Ellen vor den Tastings für die Überfahrt reservieren müssen.
Nächste Station war Bunnahabhain.
Die abenteuerliche Fahrt auf einer "Single Track Road" haben wir in einem kleinen Film festgehalten, der für Interessierte gerne zu sehen sein wird.
In Bunnahabhain war zwar keine Führung, aber dafür ein Tasting möglich. Diese Whisky überzeugte eher durch seinen milden Geschmack. Die Destille als solches liegt direkt am Meer und des war es schon.
Kleiner Widerspruch: Der Blick aus dem Still- House war schon spektakulär. W.


Dritte Station für heute war die Distillery Caol Ila.
Hier hatten wir Gelegenheit eine kleine Pause einzulegen und mussten, obwohl auch hier direkt am Meer, die Türen unseres Autos öffnen, um wenigstens ein wenig Kühlung zu erhalten. Wo die Wolken sind, wissen wir ja inzwischen. . . .
Wieder einmal war es eine Führung nur für uns. Die Dame ward mit einem Zettel bewaffnet und konnte uns dank diesem alle Produktionsschritte exakt beschreiben. Sie war freundlich und bemüht und half bei Rückfragen mit Hilfe von Mitarbeitern, unsere Wissenslücken zu füllen.
Beim anschließenden Tasting wurden uns wieder drei verschiedene Whiskys kredenzt. Den 12-jährigen, den 18-jährigen und eine fassstarke Abfüllung ohne Altersangabe :-)).

Weiter ging es zur nächsten Station.
Gerade noch rechtzeitig erreichten wir zu Führungsbeginn (für 5£) unsere Station Nummer 4, die Bruichladdich Distillery
Bei der Aussprache der Mitarbeiter könnte ein nicht mehr ganz nüchterner Gast eventuell Bacardi- Destillery verstehen, die sagen hier "brachladdi" mit langem "a" vorne mit angedeutetem "u" im Ablaut.
Die Führung war etwas schwierig, da zum einen die Führerin einen sehr ortsgebundnen Slang sprach und zum anderen die Umgebungsgeräusche sehr laut waren.
Höhepunkt war eine Verkostung von Whisky (2 Sorten), welcher noch Faßstärke hatte. Das sich daran anschließende reguläre Tasting entsprach den schon gewohnten und verhalf uns zu noch zwei weiteren Proben.

Dann aber erst mal nach Hause, dass Auto abstellen, das Tagebuch schreiben und veröffentlichen und in unser (Stamm-) Pub gehen und ein Häppchen essen, wir wollen ja nüchtern bleiben.

Das einzige, was den ganzen Tag über tierisch genervt hat, war Reiner's Händi, ständig hat einer angerufen und ihm gratuliert! Ächt Ätzend, zumal ich seinen Geburtstag, nun wie soll ich es ausdrücken, etwas aus meinem Gedächtnis verdrängt hatte. Naja, was soll's, in dem Alter. . .

Na, so schlimm war's ja gar nicht. - Ein paar Freunde und meine Kinder hatten sich gemeldet.
Zum Essen waren wir im Hotel gegenüber unseres B&B. Ganz toll, was es da auf die Geschmacksknospen gab. Und soo günstig bin ich schon lange nicht mehr an meinem Geburtstag weggekommen.
Have a nice Night.

 
 
25
März
Zwischenbemerkung
Wir möchten uns hier bei allen bedanken, die durch ihre Kommentare zeigen, das sie mit uns reisen.
Es macht viel mehr Spass, wenn wir wissen, dass unsere abendlichen Sitzungen nicht umsonst sind.

Auch danke für die Tipps. . . . .

Slainte mhath
Es grüßen Reiner und Wulf

 
 
Tag 8 - Sonntag - auf der Insel
Unser Reiner ist ENDLICH zufrieden: er hat eine perfekte Internetverbindung mit allen drum und dran, hat unserem Hausherrn in perfekt gebrochenem Englisch die Bedienung seines - des Hausherrn - Laptop nahe gebracht, alle Bilder auf's iBook überspielt, den Tagesbericht hochgeladen und und und.
Kleines Intermezzo: Mitten im Erklären schaut Reiner mich an und fragt:" Was heisst noch mal downloaden auf Englisch?"
Wieder einmal hat sich die schottische Freundlichkeit gezeigt. Allein die Frage nach einem Internet- Anschluss führte dazu, dass der Hausherr, geschätzte 60+, mit allen Mitteln versuchte, uns an den Hausanschluss an zu binden.
Da es nicht möglich war, die Zimmer, oder zumindest eins davon zu verkabeln, hocken wir jetzt in der Wohnküche der Familie Omand und surfen, was das Zeug hält.

Nach der für einen Sonntag notwendigen Mittagsruhe, machten wir auf den Weg etwas das Umland zu erkunden.
Sehr viel ist nicht zu berichten, ausser dass das Wetter hervorragend ist. Am Meer zwar windig, wie es eben so ist am Meer , aber dafür sonnig (keine Wolken) und in geschützten Ecken richtig warm. Ein Teil der Einheimischen läuft schon im T-Shirt herum.
Wir machten einen ausgiebigen Spaziergang am Strand und am Rande des Dorfes entlang.
Wie durch Zufall fanden wir gegen später "Duffis Bar" von gestern wieder und entschlossen uns dieser Einrichtung einen Besuch abzustatten.
Irritierend war nur, dass uns der Keeper mit den Worten "Hi Trinkers" begrüßte. Aber wir unterstellten, dass dies hier eine normale Grußformel für Gäste sein müsse.
Nach einer ausgiebigen Stärkung beendeten wir den Tag mit einem frühen Gang ins Bett, denn morgen ist ja einiges geplant.

 
 
24
März
Tag 7 - Samstag - auf nach Islay
Wir sitzen im Frühstücksraum, schreiben Tagebuch, Reiner checkt Emails uns SMS und wir werden demnächst zur Fähre aufbrechen. Geplant: Überfahrt nach Islay, Quartiersuche und Gegend kucken. Destillerien haben nämlich überraschenderweise am Wochenende zu. Wann wir das nächsten Mal online sein können wiss'n wa noch nich. Also dann, bis die Tage.

12:30 Uhr. Nun sind wir im Aufenthaltsraum der Fähre und warten, das sie um 13:00 Uhr ablegt.
Die Fahrt zum Fährhafen verlief ohne weitere Ereignisse. Lediglich die Landschaft ist sehr beeindruckend. Viele tot aussehende Bäume, Felsen, Buschlandschaften und auch Wald natürlich. Immer wieder der Blick auf das Meer. Strahlender Sonnenschein und mit ca. 10 Grad in der Sonne recht warm.
Eine kurze Rast (an einer Cash-Machine) zeigte uns jedoch, dass es für ein T-Shirt, zumindest am Meer, noch etwas zu frisch ist.

Der Fährhafen selbst besteht aus lediglich einem Gebäude mitten in der Landschaft. Sonst weit und breit kein Haus, geschweige denn eine Unterkunft.
Die Entscheidung, schon in Lochgilphead ein Quartier zu suchen war gut. Hier wäre tatsächlich nur eine Übernachtung im Auto übrig geblieben.

Gerade legt die Fähre ab. Zwischenfazit: Das Meer ist weit, das Meer ist blau, ganz unter schwimmt ein Kabeljau. Wow!

Fast zwei Stunden war Zeit sich zu sammeln und den wolkenlosen Himmel zu genießen. Reiner schrieb einen Brief und Wulf plante die Tour des restlichen Tages.

Landung am Hafen Port Ellen. Schon bei der Anfahrt auf den Hafen sieht man zwei der sieben Destillerien der Insel. Welch ein Anblick! Aber schon mussten wir uns von dieser Augenweide losreissen, denn zum Übernachten wollten wir nach Bowmore. Die Quartiernahme wurde schon etwas stressig. Plötzlich hörten wir von allen Seiten, dass nichts frei sei. Am Wochenende kommen immer die von der großen Insel nebenan und da wird es einfach etwas voller. Wer nicht gebucht hat, hat einfach Pech gehabt.

Alles Quatsch. An der Filling Station riet man uns, ein Haus weiter zu fragen.

Zuerst war niemand da oder man hat uns nicht gehört, also machten wir einen ersten Rundgang durch's Städtle, schauten uns Bowmore Distillery schon mal von aussen an und versuchten es dann ein zweites Mal: Bingo.

Also wohnen wir die nächsten Tage in "Tiree House"
E-Mail: renaomand@yahoo.co.uk in der Jamieson Street. Heute nacht wird die Zeit umgestellt, eine Stunde vor, war das erste, was Mrs Omand uns mitteilte, heftig mit der Tageszeitung wedelnd.

Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten, inzwischen sind wir ja versierte B&B- User, entschlossen wir uns, etwas von Eila (Islay) zu erlaufen. Es folgte ein knapp zweistündiger Spaziergang, der angefüllt war mit Natur pur. Natürlich Schafe und Rinder, dazwischen aber Scharen von Wildgänsen, dutzende von Hasen - die müssen hier geradezu von der Zahl her die Grössenordnung einer Plage angenommen haben - und schon wieder endloses Vogelgetöse. Vom Hafen Bowmore's aus hat man einen grossartigen Blick über Loch Indaal.
Besonders ergreifend ist der Anblick der Bruichladdich Distillery am anderen Ufer.

Der Sonntag soll der Kontemplation dienen, Ausserdem soll es am Nachmittag einen Markt etwa eine Meile entfernt geben, den wollen wir uns anschauen. Obligatorisch: der Besuch im Pub und damit "Oidhche mhath!", also "gute Nacht".

 
 
24
März
Tag 6 - Freitag - Oban nach Lochgilphead
Planung für - Freitag:

Fahrt Richtung Ford William, mit Aufenthalt bei "Urquhart Castle" und einem Besuch der "Ben Nevis Distillery" am Fuße des Ben Nevis, des höchsten Berges Englands.
Wenn die Zeit reicht, wollen wir noch einen Fototermin am Jakobiten Monument in der Nähe des Viadukt's bei Glenfinnan einlegen.


Das geschah am Freitag:

Nachdem wir unser Internet- und GSM-loses Paradies verlassen hatten, fuhren wir wie geplant Richtung Fort William. Tatsächlich fanden wir an der Strecke das "Urquhart Castle" eine sehr gepflegte Ruine, deren Besichtigung (wie fast alles in Schottland) Eintritt kostet.
Weiter ging es am Loch Ness und Loch Lochy entlang unserer nächsten Station entgegen.

Diese landschaftlich sehr schöne Gegend ist durchaus einen eigenen Besuch wert und sollte in die langfristige Urlaubsplanung mit einbezogen werden.

Nächste Station: "Ben Nevis Distillery" am Fuße des Ben Nevis, dem höchsten Berg in England mit ca. 1400m.
Wir erreichten zwar pünktlich um 12:00 Uhr die Destille, aber gerade heute war kein Produktionstag, so dass die Führung sehr kurz ausfiel. Beim Whisky verkosten zeigte sich die Sparsamkeit des schottischen Führers. Er servierte uns einen "blended" Whisky. Wir als inzwischen Wissende fragten nach dem besseren "single malt" Whisky und erhielten darauf hin auch eine winzige Probe dieses doch erheblich besseren Brandy's.

Blended Whiskys werden aus verschiedenen Grain und Malt Whiskys zusammengemischt, während Single Malts Einzelbrände sind: Eine Destillerie, ein Brand und dann mindestens 8 Jahre im Holzfass gelagert. Dies und andere kleine Unterschiede führen dazu, dass jeder Single Malt seinen eigenen, charakteristischen und für Kenner jederzeit erkennbaren Geschmack entwickelt. Single Malts machen nur einen geringen Prozentsatz der gesamten Produktion aus. Einer der bekanntesten Blended Whiskys ist Johnnie Walker. Aber das weiss ja schliesslich jeder.

Noch einmal stand Kultur auf dem Programm. Das Jakobiten Monument am Loch Shiel.

Wie jeder weiss, wurde an der Stelle des Jakobiten- Monuments im Jahre 1745 bei einem Treffen zwischen Bonnie Prinz Charly und dem Cameron Clan
die Rebellion gegen die Engländer begonnen. Und so ist der Kreis (Culloden - Schlachtfeld, Ende der Rebellion) wieder geschlossen.
Bei der Rückkehr zu unserem Fahrzeug entdeckten wir ein optisch sehr ansprechendes Viadukt.


Irgendwo haben wir das schon mal gesehen. Wo war das bloss?

Nächstes Ziel war Oban. Das Wetter war toll, wir lagen gut in der Zeit, also fuhren wir los. Unser elektronischer Navi- Blödel führte uns durch eine Landschaft, die von Meile zu Meile wilder wurde. Parallel dazu wurden die Strassen allerdings immer enger. Ich schätze, die Strassenbreite beträgt etwa die Breite eines LKW´s plus 20 cm pro Spur, was bei normaler Fahrweise den Adrenalinspiegel auf einem fast schon ungesund hohem Level fixiert, zumindest die des Beifahrers. Tobi hat uns eine Frage gemailt, hier nun die Antwort: Der Nachname des Fahrers am ersten Tag beginnt mit dem gleichen Buchstaben wie der dritte Vorname des Beifahrers.

Oban Distillery liegt, und das ist einzigartig, mitten in der Stadt Oban. Wer davor steht und sie nicht sieht, sollte keine Minderwertigkeitskomplexe entwickeln, das geht den Meisten so, auch uns. Diesmal waren wir eine richtig grosse Gruppe, etwa 15 Leute, wir zwei aus Germany, Kanada, Frankreich und den vereinigten Staaten. Die Führung war äusserst kompetent, wir hätten es fast nicht besser machen können (haha, Scherz gemacht). Obwohl wir jetzt schon acht Führungen mitgemacht haben, gibt's doch bei jeder irgend etwas neues zu erfahren. Diesmal waren die Erläuterungen zum "Spirit Safe" sehr ausführlich und interessant. Immer noch gut in der Zeit sollte unsere nächste Anlaufstelle sein. Wir hatten in Oban schon mal die Plätze auf der Fähre reserviert und konnte es deshalb ruhig angehen. Und die Gegend wurde noch wilder. Wir fuhren nun am Meer entlang und die Landschaft erinnerte schon ein wenig an Norwegen: tief eingeschnittene Buchten, fast schon Fjorde, die weitläufig umfahren werden mussten. Zwischendurch Baustellen, zum Teil mit Lotsenfahrzeugen, hinter denen wir uns zwischen den Strassenbaumaschinen hindurch schlängelten. Je weiter die Zeit voranschritt, um so nervöser wurde unser lieber Reiner. Er befürchtete schon, im Auto übernachten zu müssen (es war gerade mal 6 pm). Im kleinen Örtchen Lochgilphead hofften wir, fündig zu werden, doch die Touristeninformationszentrale war zu und die Schaufensterinfo sehr nichts sagend. Am Ortsende fanden wir ein B&B, leider zu, weil die Belegschaft nach eigenem Bekunden zum saufen musste. Aber wie immer, ein Anruf und wir hatten unsere Zimmer diesmal im Empire Travel Lodge bei Jim und Ele in der Union Street West, einem ehemaligen Kino, umgebaut zum B&B. Obligatorisch: Pub.

 
 
22
März
Tag 5 - Donnerstag - auf nach Inverness
Planung für morgen, Donnerstag, den 22.03.

Hauptrichtung Inverness mit Zwischenziel "Benromach Distillery" bei Foress und jenseits von Inverness die "Glen Ord Distillery" bei Muir of Ord und die "Delmor Distillery" bei Dingwall.
Inverness wird dann unser Startpunkt für die Loch-Ness-Tour Richtung Süden über "Fort William" nach Oban am Freitag oder Samstag.

Na ja, wie´s halt immer so geht, der Mensch denkt,....
Benromach macht erst ab Ostern wieder Führungen, um die Rückgabe unseres Autos am Tag des Abflugs etwas zu beschleunigen, mussten wir die Karre überprüfen lassen und das hat uns den Besuch der Dalmor Distillery gekostet, so dass am Ende nur die Glen Ord Distillery übrig blieb. Dafür haben wir wieder eine sehr schöne B&B- Unterkunft erwischt.

Wir sind wie geplant von Forres in Richtung Inverness gefahren. Man könnte sagen, dass der Tag heute vom Wetter her betrachtet der schönste seit unserer Ankunft war. Kaum Regen, Temperaturen bis zu 11 Grad und etwas Sonne. Leider war der Beginn des Tages von grosser Nervosität geprägt, was nur zum Teil damit zu tun hatte, dass es heute früh kein Porridge gab. Nein, Reiner hatte, neugierig wie er nun mal ist, in Erfahrung gebracht, dass es in Inverness eine Niederlassung von ALAMO, unserer Leihwagenfirma gibt. Geplagt von allerlei Sorgen, den Zeitaufwand bei der Fahrzeugrückgabe betreffend hatte er sich in den Kopf gesetzt, der Niederlassung einen prophylaktischen Besuch abzustatten.

Natürlich kann man keinen Schottland-Urlaub machen, ohne sich intensiv mit der Geschichte der Highlander und ihrem tapferen, aber letztendlich vergeblichen Widerstand gegen die übermächtigen Engländer zu befassen. So besuchten wir die Stätte, an der das letzte Aufgebot der Highlandclans unter Prinz Charles Edward sich stellte und in heldenhaftem Kampf schlussendlich unterlag. All dies geschah auf dem Culloden- Battlefield am 16. April 1746 nahe Inverness. Tief beeindruckt verliessen wir diesen geschichtsträchtigen Ort, um uns wieder den Widrigkeiten unserer eigenen Existenz zu widmen: der Suche nach der Alamo- Niederlassung.

Leider stellte sich heraus, das die uns angegebene Adresse falsch war, Als wir dort ankamen, war da nix und erst die Hilfe eines freundlichen (was sonst) Taxifahrers und eines weiteren Menschen schottischen Geblüts brachte uns die Erleuchtung. Was dazu führte, dass wir durch das ganze Städtchen gurken mussten, um dahin zu kommen, wo unsere Schicksalsstunde schlagen sollte. War aber ganz harmlos. Blöderweise fehlte uns diese Zeit am Ende; schliesslich ist dies ein Urlaub und der hat nun mal einen GANZ ENGEN ZEITPLAN, JAWOLL!!

Ganz schnell noch einen Kaffee beim Schotten nebenan, kurzer Besuch bei der Touristinfo und ab ging´s in Richtung Muir of Ord. Zuerst noch B&B suchen, dabei hat uns der Katalog vom Touristinfo mit dem schönen Namen "Freedom of the Highlands" genau dahin geführt, wo wir jetzt sind.
Nämlich in´s Haus Hideaway zu Mrs Janet Greathead am Craigdarroch Drive in Contin. Zimmer 25£. Tolle Lage, mitten im Wald, extremes Vogelgetöse, super.
Die Führung in der Distillery dauert eine Stunde und am Ende gibt es gerade mal einen einzigen Whisky. Einen von der eher nichts sagenden Sorte, der keinen grossen Eindruck hinterlassen hat. Nicht schlecht, aber nichts besonderes.

Reiner ist etwas frustriert.
Kein Internetzugang, kein Handy-Netz. Keine Möglichkeit E-Mails zu lesen oder unser Tagebuch im Netz zu veröffentlichen.
Da bleibt nur die Hoffnung auf morgen. Und die Leser müssen einfach warten.

Planung für morgen:

Fahrt Richtung Ford William, mit Aufenthalt bei "Urquhart Castle" und einem Besuch der "Ben Nevis Distillery" am Fuße des Ben Nevis, des höchsten Berges Englands.
Wenn die Zeit reicht, wollen wir noch einen Fototermin am Jakobiten Monument in der Nähe des Viadukt's bei Glenfinnan einlegen.
Wie jeder weiss, wurde an der Stelle des Jakobiten- Monuments im Jahre 1745 bei einem Treffen zwischen Bonnie Prinz Charly und dem Cameron Clan
die Rebellion gegen die Engländer begonnen. Schon wieder Geschichte! Und so ist der Kreis wieder geschlossen.

 
 
21
März
Tag 4 - Mittwoch - weiter in den Nordwesten
Die Planung für heute:
Weiterfahrt Richtung Elgin über Craigellachie, Rothes, dort gibt es die Glen Grant Distillery, vor Elgin gibts dann noch The BenRiach und noch ein Paar, die aber noch keine Führungen machen zu dieser Zeit. Tagesziel ist Benromach Distillery. Wir werden sehen...

Frühstück war wieder mal very Schottisch, mit allem, was der verwöhnte mitteleuropäische Gaumen an Genüssen am Morgen so liebt. Saussages, gebratene Blutwurscht, die hier Plumpudding heißt, Porridge, HP Soße (an alle kiz- ler: kein Witz), allerlei gebratene Gemüse wie Tomaten und dazu Pilze, also alles wirklich sehr lecker. Anschließend packen, zahlen, wortreich verabschieden und Abfahrt mit Winkewinke und Byebye. War wirklich toll in Dufftown.

Ohne, dass es etwas besonderes zu berichten gäbe, ausser, dass Glen Grant völlig mies ausgeschildert ist und deshalb von uns ignoriert wurde und BenRiach zu war, erreichten wir zügig unsere Destille #4 bei Elgin.

Glen Moray Distillery
Hier stärkten wir uns mit einem Kaffee und waren diesmal bei der Führung 7 Besucher. Der Geschäftsführer selbst war unser Begleiter. Er redete sehr deutlich mit einem etwas harten schottischen Akzent. DIe Führung war sehr sehr ausführlich. Es wurde uns das erste mal die exakte Funktion und Bedienung des "Spirit-Save" erklärt (hier wird der Vorlaufalkohol vom Mittelalkohol und vom Nachlaufalkohol getrennt). Es wurde uns zum ersten mal die Abfüllanlage gezeigt. Und die anschließende Verkostung war sehr ausgiebig mit 4 verschiedenen Whiskysorten (3 Pfund Eintritt).

Kleine Erkenntnis: Die Sherry-Fässer geben dem Whisky einen dunkleren, die Bourbon- Fässer dagegen einen helleren Farbton. Selbstverständlich differiert auch der Geschmack, wobei der Sherry etwas weicher auf der Zunge liegt.

Nach einem weiteren Kaffee machten wir uns auf die Reise nach Dallas Dhu einer historischen Museumsdistillery bei Forres.
Wir erhielten elektronische Führer, die uns in unserer Muttersprache zu den einzelnen Stationen im Museum (insgesamt 15) den jeweils passenden Text vorlasen.

Es ist ein beeindruckender Unterschied, wie sich in den letzten 50 Jahren die Produktionsmethoden verändert haben. Leider war es vor Ort sehr kalt, so dass wir nach dem obligatorischen Whisky (einen größeren Fingerhut voll für 5 Pfund Eintritt) versuchten ein Quartier für den Abend zu finden.

Die Quartiersuche stellte sich leider als nicht sehr einfach heraus. Wir fuhren kreuz und quer in der Gegend zwischen Forres und Elgin herum. Es waren einfach keine Einzelzimmer mit Bad unter 30 Pfund zu haben. Wir mußten in den sauren Apfel beißen: Jeder ein Doppelzimmer zu 30 Pfund in einem alten, aber typischen Gemäuer direkt an der Strasse kurz vor Forres.


Planung für morgen, Donnerstag, den 22.03.

Hauptrichtung Inverness mit Zwischenziel "Benromach Distillery" bei Foress und jenseits von Inverness die "Glen Ord Distillery" bei Muir of Ord und die "Delmor Distillery" bei Dingwall.
Inverness wird dann unser Startpunkt für die Loch-Ness-Tour Richtung Süden über "Fort William" nach Oban am Freitag oder Samstag

 
 
20
März
Tag 3 - Dienstag - der Morgen beginnt sehr kalt
Es hat wieder geschneit. Diesmal ist alles mit einer Schneeschicht zugedeckt und die Schneeschieber sind unterwegs.

Reiner hat fast 7 Stunden geschlafen, was möglicherweise am abendlichen Schlaftrunk lag.

Leider wird hier morgens die Heizung erst um 07:15 Uhr eingeschaltet. Dies ist bei den jetzigen Temperaturen besonders hart, wenn man um 07:00 Uhr in ein eisiges Badezimmer will um sich zu duschen.
Frühstück wie gestern schon um 08:00 Uhr. Wir hatten am Abend einen "Wunschzettel" ausgefüllt (Breakfast Menu Slip T/Room), an dem angekreuzt werden konnte, was man zu speisen wünscht.:
Tea, Coffee, Porridge, zusätzlich Continental oder:
Bacon, Sausage, Tomato, Mushrooms, Black Pudding and Egg fried or boiled or poached or scrambled.
Also durchaus wieder reichhaltig und für den ganzen Tag anhaltend.


Nun zur Tagesplanung... (Mann, ist das ein Stress hier)
Angesichts des doch etwas abenteuerlichen Wetters halten wir die Fahrtstrecke heute etwas kürzer. Zum Glück wimmelt es hier nur so von Destillerien und so haben wir uns für heute drei Ziele vorgenommen:

Zuerst die Aberlour Distillery, die ungefähr 10 km entfernt ist, von da aus wollen wir zur
Cardhu Distillery, das sind noch mal etwa 14 km und zu guter letzt ist die Speyside Cooperage zur Besichtigung vorgesehen. Dort werden pro Jahr etwa 100 000 Eichenfässer gebaut oder überprüft und zur Aufbewahrung des leckeren Uisge Beatha vorbereitet. Wir wollen auch noch mal eine Nacht hier bei Muffin und Daisy in Dufftown verbringen (Das sind die Katzen).


Übrigens:
Rome was build on seven hills,
Dufftown stands on seven stills.

So, schon wieder ist ein schöner Tag zu Ende.

Wir haben uns von Glo Ramon beraten lassen und die Reihenfolge unserer Besuche geändert. So waren wir zuerst in
Cardhu: Eine eher unscheinbar wirkende Brennerei, die zu Johnnie Walker gehört und wesentlich zum Geschmack dieses Whiskys beiträgt.
Der eigentliche Cardhu ist ein weicher,harmonischer golden leuchtender Brand mit Rauch und Malz im Geschmack.
Nächste Station war dann die
Speyside Cooperage, wo fleißige Cooper, wie die Küfer hier genannt werden, im Akkord verschiedene Fässer, meist aus Spanien und Portugal überprüfen, auseinander bauen, fehlerhafte oder beschädigte Dauben ersetzen und die Fässer in geradezu aberwitziger Geschwindigkeit wieder zusammensetzen. Diese werden dann noch auf Dichtigkeit getestet und dann den Brennereien verkauft. Die Cooperage stellt etwa 10% der benötigten Fässer selbst her, der Rest sind gebrauchte Fässer, die für die Herstellung von Single Malt Whisky absolut wichtig sind, da sie dem Whisky erst seinen markanten Geschmack und seine Farbe geben.
Aberlour haben wir uns bis zum Schluß aufgehoben. Der Grund war, dass Glo Ramon uns erzählt hat, das Aberlour seine Führungen mit einer Verkostung beendet, die 6 Whiskys beinhaltet, 4 davon "very strong". Gott sei Dank haben wir seinen Rat befolgt.

Nach der glücklichen Ankunft "zu Hause" mussten wir uns erst mal ablegen, dann gings zum Abendessen, leckeres Angus- Rind gebraten mit Beilagen, zu guter letzt einen kurzen Besuch im Pub gegenüber mit einem neuen Mitbewohner in Morven (Thomas, kommt aus Stuttgart), dann wieder nach Hause, Tagebuch schreiben.

 
 
19
März
Tag 2 - Montag - es liegt Schnee & die erste Destille
Heute Nacht hat es geschneit. nicht viel, aber es sieht kalt aus.
Die Nacht war ruhig und es hätte durchaus etwas mehr Schlaf sein können, Aber das sind wir ja schon von zu Hause gewohnt.
Zum Frühstück soll es Porridge geben. Haferbrei. Das isst man hier so. Warten wir's ab.
Zum Frühstück gab es das Porridge (schmeckt nicht unbedingt schlecht), Toast, Ei, Schinken, Bratkartoffel, Pilze, Kaffee, O-Saft und wer wollte, konnte sich noch mit verschiedenen Müsli eindecken.
Wer es unbedingt braucht, kann auch ein "Kontinentales Frühstück" erhalten.
Nach einer langen, wortreichen Verabschiedung mit vielen Tipps zum Angeln schafften wir es gegen 10:00 Uhr das Haus zu verlassen.

Martin Gardner legte uns ans Herz nicht über die Highlands zu fahren, da es wieder schneite. Also fiel Braemar als Zwischenziel aus und wir entschlossen uns nach Dufftown zu fahren.
Der Weg führte uns über Banchory, Alford, Rhynie, Dufftown, so dachten wir.
Leider war der Weg zwischen Rhynie und Dufftown so verschneit, dass wir mit unserem Wagen (Sommerreifen) in einer Schneewehe stecken blieben.
Mit viel Mühe und Kraft gelang es uns, die Freiheit des Fahrens wieder zu erlangen.
Nach einem kleineren Umweg über Huntly erreichten wir Dufftown.
Hier begaben wir uns auf kürzestem Weg zu unserer ersten Destille.

Glenfiddich Distillery

Hier erfuhren wir von einem berockten Schotten einiges über die Herstellung und Veredelung von Whisky. Ich muss gestehen, hätte mir Wulf nicht während der Fahrt schon einiges vorgelesen, hätte ich kaum etwas verstanden, da die Führung natürlich in Englisch war.
Insgesamt war es recht anschaulich und zum Schluss durfte jeder ein Gläßchen 12 Jahre alten Whisky, natürlich einen Glenfiddich, probieren.
Noch einen Whisky drauf und einen Kaffee hinterher und wir machten uns auf, das B&B für die Nacht zu suchen.

Einen kleinen Einwurf zum zweiten Whisky:
Wir nahmen einen "Balvenie Single Barrel" zu uns.
Speziell dieser Whisky gehört zu meinen Favoriten. Besonders mit ein paar Tropfen Wasser erschließt er sein sehr feines Aroma. Im Gegensatz zu vielen Whiskys auch aus der Speyside ist er sehr weich und dennoch vollmundig mit sehr fruchtigen Aromen und einem warmen Abgang mit leicht erdigen Noten. Ich kann ihn nur empfehlen. Nicht ganz billig aber sehr lecker.

Die dritte Anlaufstelle (Empfehlung von der Zweiten) war ein Treffer.
Wieder sehr zentral gelegen, diesmal direkt am Marktplatz, also mitten im Zentrum.
Nicht ganz so prunkvoll wie gestern, aber auch gemütlich mit sehr zuvorkommenden Gastgebern. Nämlich Rene und Glo Ramon . Und einem Preis, der uns eher positiv überascht hat. 17 Pfund/Nacht pro Einzelzimmer. Ich habe zwar wieder zwei Betten im Zimmer, werde aber sicher nur eines benötigen. Quer liegen ist nicht, der Abstand ist zu groß. Es ist nämlich kein Double sondern ein Twin.

Besonderheit: Es besteht zwar kein W-Lan-Anschluss, aber der Hausherr stellt trotz verblüffter Nachfrage (persönliche Daten) seinen eigenen Rechner mit LAN-Anschluss zur freien Nutzung zur Verfügung.
Somit konnte ich einige Bilder von gestern und heute ins Netz stellen. Der Gastfreundschaft sei Dank.

Da wir dank Ingrids Verpflegung noch Sandwiches hatten, verspeisten wir diese und verbrachten den Abend in einer Dart-/Billard-Kneipe. Wieder ohne Zigarettenrauch, was mich durchaus veranlassen könnte auch zu Hause mal Abends ein Bier trinken zu gehen.
Auf unsere Frage an die Wirtin, ob die Gäste seit der neuen Verordnung (1 Jahr ist es jetzt her) weniger geworden seinen, meinte sie "Nein, durchaus nicht. Da spielt das Wetter eine größere Rolle und an Tagen wie heute ist es den Meisten einfach zu kalt."
Nach einem Schlaftrunk, bei dem natürlich auch Whisky getestet wurde, waren wir schon vor 22:00 Uhr zu Hause.

 
 
Zwischeninfo
Wer in Form von Kommentaren an unserer Reise teilnehmen möchte, benötigt lediglich einen kostenlosen Nutzerzugang, der sich unter https://blogger.de beantragen lässt.
Einfach einen nicht existierenden Unsernamen ausdenken, ein Passwort eingeben und schon kann der eigenen Meinung Ausdruck verliehen werden. Wir würden uns darüber freuen.

 
 
18
März
Abenteuer - Tag 1 - Sonntag
Die Fahrt zum Flughafen verlief, dank Ingrid, problemlos.

Die Kontrolle dauerte ca. 15 Minuten und Reiner hatte in den Tiefen seines Rucksacks ein Taschenmesser vergessen. Dies führte zu einer intensiven Suche in den unergründlichen Weiten. Leider hatte das Röntgenbild recht und das Messer wurde entsorgt.
Einen Kaffee und ein Stück Kuchen verhalfen zur notwendigen Stärkung.
Der Versuch mit dem Laptop ins Internet zu gehen scheiterte am Password. Muss das nächste mal vorher testen, ob es wirklich tut.

Amsterdam
Der Flug war ruhig und von Sonne begleitet.

Nur der Landeanflug hatte es in sich. Regen, Turbulenzen und die Spucktüte im Auge behaltend erinnerte es leicht an eine Achterbahn.
Das Aufsetzen war jedoch butterweich.
Nach der Landung rollten wir noch etliche Kilometer. Somit könnte der Eindruck entstehen, dass Schipol etwas größer ist als der Stuttgarter Flughafen.
Dafür sind die Kaffeepreise in Amsterdam erheblich niedriger. In Stuttgart kosteten 2 Kaffee 7 Euro, in Amsterdam 3,60 Euro.
Der Weg im Gebäude zum Abfluggate sind sicher 10 Minuten strammen Fußmarsches.
Surfen am Flughafen hat auch seinen Preis.
In Stuttgart 1 Std. = 8,- Euro, 1 Tag = 18,- Euro.
In Amsterdam 30 Min. = 6,- Euro, 1 Tag = 10,- Euro.
Hab ich somit nicht genutzt-

Edinburgh
Der Flug war sonnig, aber sehr turbulent. Wir wurden teilweise recht gut durchgeschüttelt. Die Landung war, wie schon in Amsterdam, dank des Könnens des Piloten perfekt. Das Auto recht einfach zu organisieren. Wir mussten lediglich mit dem Bus zur Abholstelle fahren.
Der Linksverkehr ist wirklich nicht einfach zu bewältigen. Nicht nur, dass im Kreisverkehr, (hat es hier verdammt viele) plötzlich alle von rechts kommen, nein es bestehen noch zwei weitere gravierende Probleme. Das Fahrzeug ist links viel breiter als zu Hause gewohnt. Noch schlimmer, versucht mal mit der linken Hand (als Beifahrer also) zu schalten. Ich komme mir vor wie ein Fahranfänger. Also das naechste Mal nehmen wir einen Automatik.

Blairingone
Nun denn, wir fuhren also von Edinburgh nach Stonehaven. Über Sterling, Perth und Dundee. Unser erster Halt war in Blairingone auf der Mainstreet. Dort lernten wir in einem ungeplanten Halt sehr nette Einheimische kennen, die uns ob der Kälte sogar in Ihre Wohnung einluden um das "Accident Report Form" aufzunehmen.
Also wirklich: Unheimlich nett diese Schotten.

Dundee
Wir waren, etwas müde und abgespannt, in einem netten schottischem Restaurant (Mac Donalds). Wir hatten etwas Probleme bei der Bestellung. Schickt mal einen Chinesen, der am Goethe-Institut in Shanghai 2 Jahre Deutsch gelernt hat in den Bayrischen Wald. Wie im Wald, so kommt er (und wir auch) sich vor. Wir erhielten, was wir wollten, aber es war nicht einfach die Dialektbarrieren zu überwinden.

Nebenbei sei bemerkt, wer nach GB fährt, sollte sich mit den Münzen vertraut machen, um verschiedene Peinlichkeiten zu vermeiden. (Parkautomat und Politesse).
Zur Erläuterung: Englische Münzen lassen weder auf Grund ihres Gewichtes, ihrer Größe, ihrer Form, möglicherweise noch nicht einmal aufgrund ihrer Prägung einen Rückschluss auf ihren Wert zu.
Bitte vorher anschauen und verinnerlichen.
Nächste Station war Stonehaven.

Stonehaven
Hier wollten wir Quartier machen und folgten dem Hinweisschild zur Tourist-Info.
Leider mussten wir vor Ort feststellen, dass die Türen erst zu Ostern geöffnet werden. So lange wollten wir natürlich nicht warten und machten uns auf eigene Faust auf, ein B&B zu suchen.
Wir fanden ein geeignetes Quartier direkt am Strand für 55 Pfund pro Person. Nachdem wir erklärt hatten, dass dies wohl zu viel für unseren Geldbeutel sei, meinte der Besitzer er werde mal rumtelefonieren, ob er für uns etwas passendes finden könnte.
Das tat er auch er dann auch. Wir haben Quartier im "Arduthie-Guest-House" in der Ann- Street in Stonehaven gefunden. Wir sind Gäste von Martin und Cathy Gardner.

Sehr nette und zuvorkommende Leute (Schotten halt).
Die Zimmer kosten übrigens 35 Pf. pro Nase.
Zum Abschluss des Tages besuchten wir ein Pub am Marktplatz.
Welche neue Erfahrung. - Eine rauchfreie Kneipe. Vor dem Lokal ist das Raucherzimmer. Alle, die es nicht anders aushalten, rauchen vor der Tür.
Im Lokal (max. 30 qm) waren ca. 15 Gäste beim Fußball schauen und es herrschte eine gute Stimmung, obwohl Kilmahog gegen Hibernian 5:1 verlor und zumindest einer der Gäste eingefleischter Kilmahog Fan war.
4 Guinness und einen Whisky später verließen wir das Lokal mit der Erkenntnis, dass wir zwar kein Wort der Einheimischen verstanden haben (ausgenommen Fuck und Shit (wobei sich letzteres hierzulande anhört wie Shaitt) aber irgendwie doch integriert wurden, weil wir beim Verteilen von kleinen Häppchen nicht ausgelassen wurden.
Nun haben wir unsere Zimmer bezogen und freuen uns nach einem sehr langen Tag auf den Feierabend.
Der Abend endete gegen 22:00 Uhr Ortszeit mit zwei, drei Whisky im Aufenthaltsraum unseres Quartiers.

 
 
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